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ikeya-zhang

Software-Qualitaet

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Der in „Easy Media Creator 7.5“ und in "WinOnCD 8.0" mitgelieferte MPEG-2/DVD-Decoder/Encoder ist nicht „Mediaplayer 10“ kompatibel.
Auf der Roxio-Web-Seite wurde als Upgrade zum „Easy-Media-Creator 7.5“ „WinOnCD 8.0“ empfohlen. Daraufhin hatte ich mich für den Kauf und die Installation von „WinOnCd-8.0“ entschieden. Wie sich leider herausgestellte, eine Fehlentscheidung.
Nach der Installation musste ich feststellen, dass sich der „Sonic Cineplayer 2.3“ nicht korrekt installieren ließ. Ursache hierfür war, dass eine Deinstallation der älteren Version 2.0 („Easy- Media-Creator-7.5“ Komponente) nicht möglich war. Beim Start des Mediplayer-10 erschien (ab jetzt MP10 genannt!), nachdem der „Sonic Cineplayer“ sich ins System als Standard-MPEG-2/DVD-Player „eingenistet“ hatte, wiederholt die Aufforderung in einem Dialog-Fenster des „Cineplayers“, dass die Sonic-Cineplayer-Software erst "aktiviert" werden müsste.
Zwei an den Technischen-Support von Roxio Anfang des Jahres via „Roxanne-Portal“ geschickte E-Mails sind bis zum heutigen Tage unbeantwortet geblieben. Dort machte ich ROXIO auf die Schwierigkeiten mit dem „Sonic-Cineplayer“ aufmerksam, und dass der Cineplayer als MPEG-2/DVD-Decoder/-Encoder/-Player-Software bei der Installation obligatorisch vorgegeben wird (am 14.02.2006 habe ich schließlich vom Kundendienst eine nur wenig zufrieden stellende Antwort erhalten!). Die MP10 inkompatible Software wurde dem System quasi "untergejubelt". Nachdem es mir schließlich gelang, den Cineplayer-2.3 (WinOnCD-8.0) erfolgreich nachzuinstallieren, musste ich schließlich feststellen, dass die mit dem Pinnacle-Media-Center-300i erzeugten MPEG-2-Dateien nicht mehr korrekt gerendert und komprimiert wurden. Es kam zu einer erheblichen Asynchronität zwischen Ton- und Bild von 1 bis 2 Sekunden (im Roxio-Forum auch ein Thema!), was sich seitdem nicht mehr beheben ließ. Die mit „Easy-Media-Creator-7.5“ erstellten „Videowave“- und „MyDVD“-Projekte zeigten in der „Vorschau“ zu den Synchronisationsfehlern zusätzlich beim Startvorgang während der ersten Sekunden eine Art „Mickey-Maus-Ton-Effekt“ (als würde ein schnelles Vorspulen ausgelöst und gleichzeitig die Wiedergabe betätigt werden!), leider war dieser Effekt dann auch bei den erzeugten DVD’s zu hören.
Auf meinem System verwende ich den MP10-kompatiblen DVD-Decoder von "CyberLink", der bislang mit dem „Media-Center“ von Pinnacle gut zusammenarbeiten konnte. Als ich das "Video-Decoder-Check-Up-Utility" von Microsoft aufrief, war zu erkennen, dass sich der Sonic-DVD-Decoder an die vorderste Stelle geschoben hatte (gefragt wurde ich vorher danach nicht!). Eine nähere Analyse ergab schließlich, dass die Sonic-Roxio-Software wohl recht lässig mit der Vergabe des "Merit-Wertes" (ans Sonic-Team: fragen Sie Ihren Software-Entwickler, der müsste wissen, was gemeint ist!) trotz der Anwesenheit qualitativ besserer, jedoch mit Sonic konkurrierender Decoder-Software umzugehen scheint. In der „Easy-Media-Creator-7.5"-Software hatte ich noch eine interessante Alternative zu „Pinnacle-Studio“ und „Instant-CD/DVD“ gesehen, mit „WinOnCd-8.0“ ist dies nun gänzlich vom Tisch. Etwas dubios scheint mir auch die Roxio-Produkt-Politik zu sein. Als ich auf die Internationale-Roxio-Web-Seite schaute, wurde dort der "Easy-Media-Creator-8.0" angeboten. WinOnCD-8.0 scheint gemessen an den Features (z. B. bei „Videowave“ !) keine wirkliche Fortsetzung dieser Produktlinie zu sein; ich bin nun gespannt, ob es in wenigen Wochen oder Monaten bei „Roxio-Deutschland“ einen "Easy-Media-Creator-8.0" geben wird, nachdem sich der End-User mit „WinOnCD-8.0“ bereits völlig verausgabt hat? Ein Zeichen schlechter Software-Qualität ist beispielsweise bei „Videowave“ der Umstand, dass im Filmbearbeitungsmenü die verwendeten MPEG-2/DVD-Decoder/-Encoder nicht eingestellt werden können; auch die Einstellungen , die durch das „MS-Video-Decoder-Checkup-Utility“ vorgenommen wurden, werden hier völlig ignoriert.

Nun sah ich Roxio mit seinen Software-Produkten bislang als Zulieferer zu Hardware-Produkten anderer Hersteller z. B. von Videoschnitt-Karten, DVD-Brennern, DV-Cameras etc.; das gebietet die Einhaltung bzw. die Nutzung gewisser Standards, sofern diese vorhanden sind. Mit „WinOnCD-8.0“ stellt sich ROXIO eher in die Reihe derjenigen, die mehr an Software-Patenten als an -Standards interessiert sind. Ist der Einfluß von Sonic die Ursache? Ich arbeite als Systemadministrator in der Medizinischen-Hochschule-Hannover und bin unter anderem auf der Suche nach einer brauchbaren Softwarelösung für die Bearbeitung Multi-Medialer-Dateiformate bei der Op-Dokumentation und Erstellung von Vorträgen in unserer Abteilung; „WinOnCD-8.0“ wird nicht dazugehören. Mein Arbeitsplatz befindet sich gegenüber dem Heise-Verlag (c’t, ix etc.!), in Sichtlinie. Ich überlege nun ernsthaft, ob ich zu einem Heise-Redakteur Kontakt aufnehmen und meine persönliche Expertise ihm zur Verfügung stellen soll.

Mit freundlichen Grüßen
(Ende der Nachricht an den Roxio-Kundendienst vom 13.02.2006!)

P. S.: Am 14.02.2006 habe ich „WinOnCD-8.0“ komplett von meinem System entfernt, alle Registrierungs-Datenbank- und Datei-Zombies dieser Software ebenfalls. Danach habe ich „Easy-Media-Creator-7.5“ neu installiert, mit Erfolg. Dem „Sonic-Cineplayer“ habe ich klar gemacht, dass er nicht der MPEG-2/DVD-Chef des ganzen Systems ist, seitdem läuft alles wieder zu meiner Zufriedenheit.

Abschlussbemerkung:
Was mir hier mit ROXIO passiert ist, ist kein Einzelfall. Situationen wie diese durchziehen die gesamte Branche (oder soll ich eher „Hard- und Software-Mafia“ sagen?). Es fehlen Qualitätsstandards, an die die Hersteller gebunden sind. Solange die Hersteller dieser Branche versuchen, sich mit Ihrem Versions-Nummern und Versionszyklen gegenseitig zu überbieten und der Endkunde gezwungener Maßen dem Hersteller mit der Zustimmung zu den Lizenzvereinbarungen einen Blanko-Scheck für schlechte Qualität unterschreibt, wird sich an dieser Situation kaum etwas ändern. Betrachtet man diese Situation etwas sarkastisch, ließe diese sich so umschreiben: Der Endverbraucher wird zum Co-Entwickler gemacht, das Verfahren lautet „End-User-Feedback-Prototyping“, wenn’s sein muss, läßt man ihn einfach „meckern“.
Das einzige, was dagegen helfen würde, wäre ein organisierter Verbraucherschutz nach ähnlichem Muster, wie es damals Ralph Nader in den USA initiiert hat, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten!

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